Eine grosse Erfahrung reicher

16. Februar 2018

Eine grosse Erfahrung reicher

Hoffnungsvoll gingen Florent Claud und Michael Rösch in das dritte Rennen. Leider konnten im Einzel beide nicht für einen Exploit sorgen und mussten sich mit den Rängen 54 und 75 begnügen. Mit Thierry Langer konnte unser dritter Hoffnungsträger in seinem Langlaufwettkampf eine sehr ansprechende Leistung abrufen. Dennoch kann man mit vielen Erfahrungen zurück nach Belgien Reisen.

Einzel der Herren
Die Vorfreude nach dem Verfolger war gross. Einiges wärmer und mit weniger Wind als im Sprint und Verfolgerwaren die Verhältnisse vor dem Start des Einzel. Florent Claude machte sich zuerst auf, die 20 Scheiben möglichst auf weiss zu drehen. Denn im Einzel sind keine Strafrunden zu laufen, pro Fehlschuss wird den Läufern eine Minute Strafzeit aufgerechnet. Florent Claude konnte sich bis zum dritten Schiessen kontinuierlich nach vorne arbeiten. Mit drei Mal null war für ihn alles offen und da viele Favoriten vor ihm beim letzten Auftritt im Schiesstand Fehler gemacht und somit Zusatzminuten erhalten haben, lag ein absolutes Topresultat in der Luft. Mit zwei Fehlern bei diesem letzten Schiessen hat es auch Florent Claude erwischt und fiel somit im Klassement auf den 54. Rang zurück. «Das war sehr schade, Florent hat bis zu diesem Zeitpunkt ein starkes Rennen gezeigt, ich denke er kann viel Positives aus diesem Rennen mit in die kommenden Saisonrennen nehmen», ist sich Joe Obererlacher, der Cheftrainer der Belgischen Mannschaft, sicher.

Etwas schwieriger entwickelte sich das Rennen für Michael Rösch. Die erste Runde von ihm war wie bereits im Sprint und im Verfolger etwas langsamer als von anderen Athleten. Beim ersten Schiessen konnte er den Schiesstand jedoch fehlerfrei verlassen und so einige Ränge gut machen. Beim ersten Stehendschiessen rieben sich die Zuschauer jedoch verwundert die Augen. Gleich drei Strafminuten musste Michael Rösch hinnehmen, genau so viel Scheiben blieben nämlich auf schwarz. Somit war bereits früh klar, dass es auch für «EBS» kein Topresultat geben wird. Dennoch konnte er sich fangen und in seinem dritten Schiessen wieder alle fünf Treffer setzen. «In der Spur musste er heute extrem hart arbeiten, das macht alles nicht einfacher», meint Philippe Heck zum Rennen des Altmeisters. Mit seinen beiden Fehlschüssen im abschliessenden Schiessen konnte er im letzten Schiessen keine Zeit mehr gut machen. So blieb am Ende nur Platz 75 für den zweiten Belgier.

Der Ostbelgier überzeugt
Bei seiner ersten Olympiade konnte Thierry mit dem 66 Rang auf den Punkt abliefern. Als erster Ostbelgier überhaupt startete er an Olympischen Winterspielen und konnte direkt zahlreiche Konkurrenten hinter sich lassen. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat und habe mich heute sehr gut gefühlt», meint Thierry Langer zu seinem Rennen. Auch Joe Obererlacher findet lobende Worte: «Er war zu 100% Fit und hat seine Lauf-Form des Winters mit diesem super Rennen bestätigt». Mit dem Rennen über 15km hat Thierry die Wettkämpfe der Biathleten und Langläufer Belgiens abgeschlossen. Die vielen Erlebnisse in Pyeongchang lassen die Funktionäre von Belgium Biathlon positiv in die Zukunft blicken. «Wir haben viele Erkenntnisse gesammelt und wissen, wo wir weiter hart arbeiten müssen. Auch die anderen Nationen haben sich viel vorgenommen und an den Olympischen Spielen ist der Druck noch einmal höher als an einem normalen Rennen», fügt Philippe Heck, Delegationsleiter der Belgischen Langläufer und Biathleten, nach den absolvierten Wettkämpfen an.